5 Bestandteile einer markanten Marke

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Bestimmt stolpert ihr häufig über Menschen und Marken, die irgendwie alle das gleiche von sich erzählen und für die ähnliche Werte stehen. Im Gesundheitswesen geht es häufig um Wertschätzung, in der IT und Technologieunternehmen um Innovation und im Zusammenhang mit Arbeitgebermarken sprechen die meisten Unternehmen von Work-Life-Balance und familiärer Arbeitsatmosphäre. Nicht nur, dass diese Worthülsen bei vielen Organisationen gar nicht authentisch sind: sie unterscheiden sich nicht voneinander. Somit geraten sie einerseits schnell in Vergessenheit und andererseits erreichen sie ihre Ziele nicht.

Menschen und Marken bleiben uns im Kopf, wenn sie eine unverwechselbare DNA, eine eigene Persönlichkeit oder kurz gesagt Ecken und Kanten haben. Beispiele für markante Marken sind Apple, BMW oder RedBull. Auch wenn wir auf Werbeanzeigen oder in TV-Spots das Markenlogo nicht sehen würden, erkennen wir die Marke sofort. Das liegt an der Tonalität, der Bild- und Tonsprache, den Farben und der Designsprache.

Nach dem think moto Markenmodell gibt es die Brand BiosTM-Markenbestandteile, die zum strategischen Aufbau einer Marke gehören.

1. Schaubild der Brand BiosTM-Markenbestandteile
2. Fragestellungen zur Ausarbeitung der Markenelemente
3. Gründe für den Aufbau einer markanten Marke
4. Die Elemente der Markenstrategie

Schaubild der Brand Bios-Markenbestandteile

Fragestellungen zur Ausarbeitung der Markenelemente

Betrachten wir die Elemente einmal im Einzelnen:

Bestandteil

Ziel

Fragestellungen

Beispiel

Verhalten

Erlebbarkeit

• Wie verhält sich deine Marke in der Kommunikation?
• Wie agieren die Menschen? Wie erlebst du die Marke?

Das Verhalten einer Marke erleben wir einerseits online, aber vor allem durch die Mitarbeitenden. Jede Begegnung hinterlässt einen Eindruck, der am Ende zu einem Gesamterlebnis wird. Daher gilt es, auch auf Kleinigkeiten z. B im Vertrieb oder Service zu achten und die Mitarbeitenden zu Markenbotschaftern zu entwickeln.

Image

Einzigartigkeit

• Was sagen Menschen außerhalb und innerhalb deiner Organisation über deine Marke?
• Wie einzigartig ist deine Marke in der Wahrnehmung, in ihrer Positionierung und Bekanntheit?

Nicht nur USPs und SEPs sind wichtig, sondern auch ein klares und sich abgrenzendes Branding. Logo, Farben, Schriften und Formsprache sollten zur Zielgruppe passen, sich aber auch deutlich von anderen Marktbegleitern unterscheiden.

Angebote

Relevanz

• Womit sprichst du deine Zielgruppe an?
• Welche Mehrwerte schaffen deine Produkte und Dienstleistungen?
• Warum ist dein Angebot relevant für andere?

Prüfe nicht nur die direkten Produkteigenschaften. Auch Service-Zusatzleistungen oder digitale Angebote sollte dein Produkt oder deine Dienstleistung berücksichtigen, damit sie relevant wird für den Kunden.

Geschichte

Glaubwürdigkeit

• Welche Stories erzählen sich die Menschen über deine Marke?
• Was erlebt man mit deiner Marke?
• Ist deine Marke glaubwürdig und authentisch?

Mit einem guten Storytelling in Social Media, aber auch in der persönlichen Begegnung mit der Marke ist es beispielsweise möglich, immer wieder persönliche Geschichten einfließen zu lassen und so die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
 

Gründe für den Aufbau einer markanten Marke

Warum du Zeit in eine Markenstrategie investieren solltest? Aus diesen Gründen lohnt sich der Aufbau einer markanten Marke:

  1. Du gewinnst mehr Kunden:
    Interessenten fühlen sich von einer starken und erfolgreichen Marke angesprochen. Sie nehmen diese Marke professioneller und angemessener war als Mitbewerber.
  2. Du machst mehr Umsatz:
    Ein besonderes Markenimage gibt dir die Möglichkeit höhere Preise und Zusatzleistungen zu fakturieren. Zusätzliche Kunden und der Ausbau von bestehenden Kunden zahlt ebenfalls darauf ein.
  3. Du bekommst mehr Bewerbungen:
    Auch Mitarbeitende werden durch eine starke und sichtbare Marke angesprochen. Sie identifizieren sich mit den Markenwerten und erkennen die Vorteile einer Zusammenarbeit.
  4. Du hast geringere Kosten in Vertrieb und Marketing:
    Menschen sprechen über starke und erfolgreiche Marken. Die Weiterempfehlungsrate steigt. Damit kannst du deine Ausgaben in Vertrieb und operatives Marketing stark reduzieren.
  5. Du hast weniger Aufwand:
    Wenn die Identität der Marke und das äußere Image auf Augenhöhe sind, erreichen Markenbotschaften direkt die Zielgruppe. Dadurch braucht es weniger Ressourcen, um Stellen zu besetzen oder Produkte zu verkaufen.

Die Elemente der Markenstrategie

Damit es dir gelingt, dass deine Marke alle Brand BiosTM-Markenbestandteile erfüllt, beschäftigen wir uns in einer Markenstrategie mit folgenden Elementen:

  1. Eine umfassende Analyse:
    Neben Marktrecherchen sind Wettbewerbs-, SWOT- und Kompetenzanalyse an dieser Stelle relevant. Auf dieser Basis kann beispielsweise auch ein Differenzierungseignungsprofil
  2. SMARTe Ziele:
    Einerseits sind Markenziele wichtig, die nicht immer unbedingt messbar sind, aber auf den vier Ebenen Kunden, Mitarbeiter, Betriebswirtschaft und Prozesse ist es wichtig SMARTe Ziele zu definieren.
  3. Spezifische Zielgruppen-Persona:
    Ungefähr fünf bis sechs spezifische Zielgruppen-Persona sollte eine Organisation ansprechen. Darunter auch ein bis zwei Personas, die in Richtung Mitarbeiter- bzw. Bewerberzielgruppe gehen.
  4. Eine klare Positionierung:
    Die genaue Branche, die Produkte und Dienstleitungen, die Frage ob Premium- oder Servicemarke sollten im Rahmen der Positionierung geklärt werden.
  5. Eine attraktive Vision:
    Sie beschreibt das zukünftig gewünschte Bild einer Organisation, gibt dadurch langfristige Ziele vor, die über das Tagesgeschäft hinausgehen und zeichnet damit das Idealbild des Unternehmens.
  6. Eine starke Mission:
    Die Mission beschreibt den Unternehmenszweck, der auch als Daseinsberechtigung, Antrieb oder Warum verstanden wird. Der Unternehmenszweck bringt auf den Punkt, warum die Organisation existiert und beschreibt den Weg zur Verfolgung der Vision.

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